Warum überhaupt ein DHDL Erfahrungsbericht?

Seitdem öffentlich darüber berichtet wird, dass Mareike und Marc in „Die Höhle der Löwen“ angetreten sind, werden viele Fragen zu ihrem Auftritt und ihrer Vorbereitung gestellt. Genau aus diesem Grund hat sich Marc hingesetzt und für Euch seinen DHDL Erfahrungsbericht geschrieben. Marc erzählt Euch, wie und warum die beiden überhaupt auf die Idee kamen sich zu für „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben, wie das Casting vonstatten ging und natürlich wie der großer DHDL Tag hinter den Kulissen ablief.

Viel Spaß beim Lesen!

Sommer 2015 „DHDL Staffel 2“: Sollen wir wirklich?

Die allererste DHDL Staffel im Jahr 2014 ging mehr oder weniger spurlos an Mareike und mir vorbei. Zu der Zeit konzentrierten wir uns noch voll auf unser Medizinstudium, unsere Doktorarbeiten und was man halt sonst so als typischer Student im Kopf hat.

Unser Unternehmen intuMIND gründeten wir im August 2015, also zu genau der Zeit, als die zweite DHDL Staffel im Fernsehen lief. Wir, gerade natürlich nichts anderes als unsere ersten Teilnehmer, Gründung, Businessplan und Umsatzsteuer-Voranmeldung (was war das nochmal?) im Kopf, schalteten ungefähr zur Hälfte der Staffel regelmäßig ein. Uns fiel relativ schnell auf, dass alle dort vorgellten Geschäftsideen eines gemeinsam hatten: Sie waren Produkte, und zwar Produkte zum Anfassen. Fast jeder Gründer hatte ein schönes Präsent für die Löwen dabei, sei es eine Essensbox, ein mit Gewürzen bestreutes Butterbrot oder eben ein paar bunte Socken.

Wir fragten uns natürlich dennoch, ob die Sendung nicht auch für uns die große Chance bedeutete, von der jeder Gründer träumt. Spätestens ab diesem Zeitpunkt verfolgten wir die Löwenbegegnungen aus einem ganz anderen Blickwinkel. Es machten sich Gedanken breit, wie: Was würde ich in denn bitteschön auf diese Frage antworten? Ohje, in der Situation wäre ich bestimmt auch ins Stocken geraten. Würde ich anfangen, nach Luft zu schnappen wie ein Goldfisch auf dem Trockenen? Schon mal über einen Blackout vor rund 2,5 Mio. Zuschauern nachgedacht? Oder womöglich sogar der nächste virale Hit auf Youtube wegen plötzlicher Synkope (Streber-Deutsch für Ohnmacht) ganz im Stile von dem Chef eines großen deutschen Automobilkonzerns.

Auf der anderen Seite stand natürlich die spannende Erfahrung, die Möglichkeit eines großen Investments mit strategischer Unterstützung für unsere frisch gegründete Firma und die immense mediale Aufmerksamkeit, die ein derartiger TV-Auftritt mit sich bringt. Und mal ehrlich: Hätten wir denn überhaupt gegründet, wenn wir von unserer Idee nicht 100% überzeugt wären und Nervenkitzel und Risiko um jeden Preis meiden würden? Wahrscheinlich nicht, also: „Los geht’s, lasst es uns zumindest mal versuchen!“

Halloooo DHDL, hier sind wir!?

Ehrlich gesagt wissen wir nicht, wie eine ganz normale Bewerbungsphase bei „Die Höhle der Löwen“ aussieht. Normal war unsere aber sicher nicht. Wir wussten von Anfang an, dass wir mit unserem innovativen Abnehmprogramm intueat, nicht die besten Chancen haben werden, zu den DHDL-Auserwählten zu gehören. Es war einfach kein Produkt zum Anfassen, das man gut in so einer Sendung zeigen konnte. Im Nachhinein hätten wir uns die Bewerbungsphase dennoch nicht so aufregend vorgestellt, wie sie schlussendlich auf uns zukam.

Da wir fürchteten, durch das Online Bewerbungsformular direkt durchs Raster von einem überforderten Praktikanten zu fallen, haben wir uns in unserem Netzwerk erst einmal umgeschaut, ob wir nicht irgendjemand kennen, der irgendjemand kennt, … Tatsächlich wurden wir relativ schnell fündig und unser scheinbar goldener Schlüssel in die Sendung war eine E-Mail Adresse und Telefonnummer von einer netten Dame aus dem Redaktionsteam. Das war Mitte Januar 2016 (und damit zugegebenermaßen kurz vor knapp).

Mareike hat natürlich sofort den Hörer geschnappt und unseren besten Pitch ausgepackt … Wow, der hat gesessen! Die nette Dame fand Mareike gleich sympathisch und unsere Idee interessant. So kamen wir in die nächste Runde (die wievielte offizielle Runde das auch immer sein mag) – und erhielten einen DHDL Castingbogen!

Zehn Seiten voller Fragen nach Geschäftsmodell, Umsatzzahlen, Finanzierung, Zielgruppe, Patenten und so weiter. Weil wir wussten, dass wir eigentlich schon zu spät dran waren, haben wir den Bogen, wie immer ein wenig übermotiviert in einer kompletten Nachtschicht durchgearbeitet und noch am nächsten Morgen zurückgeschickt. Wir freuten uns schon auf die baldige Rückmeldung. Doch dann kam, was kommen musste … nämlich erst einmal lange … lange Zeit… gar … nichts …
Sollen wir nochmal anrufen? Die haben uns sicher vergessen!

Während der langen Funkstille fragten wir uns das ein oder andere Mal, ob wir uns nicht nochmal melden sollten. Ein paar mal machten wir also per Telefon auf uns aufmerksam (unter anderem mit teurem Prepaid Vertrag von unserer Asienreise) und fragten, wie es so läuft und ob sie uns noch im Blick haben. Auf der anderen Seite wollten wir dem DHDL Team natürlich auch nicht auf die Nerven gehen…

Dann war es endlich soweit: In meinem E-Mail Postfach blitzte Anfang März die sehnsüchtig erwartete E-Mail vom DHDL-Redaktionsteam auf. Betreff ganz pragmatisch: „Die Höhle der Löwen“.

Und so kam es, dass folgender Text unsere Träume von unserem bisher größten Fernsehauftritt mit einem Schlag zunichte machte:
„Liebe Mareike, ich habe soeben mit der Redaktion über euch gesprochen und muss dir leider sagen dass wir nicht mit euch weiterplanen. Das Modell und die Zahlen reichen leider nicht aus, es ist noch etwas zu früh zudem auch schwer in der Höhle vorzustellen. Vielen Dank für eure Bemühungen und weiterhin viel Erfolg!“

„Hab ichs dir doch gesagt… hätten wir lieber mal ein paar hippe Topflappen mit Bluetooth Temperaturanzeige erfunden. Die hätten wir den Löwen zumindest mit nach Hause geben können.“ Die Enttäuschung war natürlich groß… Der Nervenkitzel mit einem Mal verschwunden.

Für uns hieß es aber Kopf hoch, wir zeigen den Menschen in Deutschland auch so, was intuitives essen und rundum wohlfühlen bedeutet. Und so konzentrierten wir uns die nächsten Wochen wie immer darauf, mit unserem intueat-Baby möglichst viele Menschen zu erreichen. Bis ….

…folgende E-Mail mit Betreff „AW: Die Höhle der Löwen“ in meinem Postfach klingelte:

„Hallo Mareike, ich habe doch noch etwas Hoffnung, dass es klappt …“.

Und zack, da war er wieder der Nervenkitzel…

Bewerbung per Selfie-Video

Wir hatten es also doch noch eine Runde weiter geschafft. Die neuste Aufgabe war es, ein Selfie-Video zu drehen, in dem man über sich und das eigene Start-Up plaudert. Ein Selfie-Video, fragten wir uns? Wir sollen absichtlich schlechte und verwackelte Filmaufnahmen von uns machen? Naja, zumindest war das eine Gelegenheit endlich mal den Selfie-Stick von der letzten Geburtstagsparty auszupacken.

Ohne Kameramann, Licht, Ton oder ähnliche Profi-Ausstattung war das Video glücklicherweise auch schnell im Kasten und schon am nächsten Tag im Postfach des DHDL-Teams. Wir stellten uns schon wieder auf eine lange Wartezeit ein, doch schon ein paar Tage später kam ein Anruf direkt aus der DHDL Redaktion…
Ab in die nächste Runde: Programmtest

Das Selfie-Video kam wohl gut an und so waren wir wieder eine Runde weiter. Dieses Mal fragte das DHDL-Team, ob sie in unser intueat Abnehmprogramm reinschnuppern können. Perfekt! Hier konnten wir nichts falsch machen und wir wussten, dass unser intueat-Programm eigentlich immer gut ankommt. So haben wir der Redaktion einen Schnupper-Zugang eingerichtet und unser liebevoll verpacktes Startpaket auf den Weg nach Köln geschickt. Ab da hieß es wieder abwarten …
Der alles entscheidende Anruf

Da die Dreharbeiten zu der dritten Staffel bereits angefangen hatten, hofften wir natürlich, möglichst bald eine positive Rückmeldung zu erhalten. Nach drei Tagen klingelte dann auch mitten in einem Meeting Mareikes Telefon. Eine Kölner Nummer stand auf dem Display und wir wussten: Jetzt wird’s ernst!
„Hallo Mareike, ich rufe schnell an, um mit Dir die Organisation eures Pitches zu planen.“ „Ähm,… worum geht’s?“ „Oh – dann haben wir wohl vergessen durchzurufen“

Mareike jubelte vor Glück und hüpfte durch den Konferenzraum. „Wir sind dabei!!!“

Wann geht’s los fragte ich sie sofort. Ihre Antwort: „Nächste Woche Montag, also in 6 Tagen“. „In 6 Tagen?! Wie soll das gehen?“ Meine Vorfreunde schlug urplötzlich in eine latente Übelkeit um…

Wie die beiden Gründer die Vorbereitung auf die DHDL-Sendung erlebt haben, erfahrt ihr in Teil 2 von Marcs DHDL Erfahrungsbericht.

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