Plötzlich ging es los

Wir konnten es kaum glauben. Wir würden intueat tatsächlich einem Millionenpublikum und den bekanntesten Investoren Deutschlands vorstellen. Mit der Zusage und dem super kurzfristigen Drehtermin begannen die nervenaufreibendsten sechs Tage unseres bisherigen Lebens.

Es gab so viel zu tun, dass wir zu Beginn gar nicht wussten, wo wir anfangen sollten. Wir mussten unseren Pitch vorbereiten und üben, die Kulisse für die Sendung planen und aufbauen, uns auf alle möglichen Fragen der Löwen vorbereiten, Verträge lesen, verstehen und unterschreiben, ein Model für die Sendung auftreiben und und und. Zusätzlich zu der ganzen DHDL-Vorbereitung gab es da natürlich auch noch das tägliche Geschäft unseres Unternehmens. Nebenher studierten wir beide dann ja auch noch Medizin und steckten in den letzten Korrekturen unserer Doktorarbeiten. Es stand uns also eine wirklich intensive Woche bevor.

Unterstützung durch das DHDL-Team

Zuerst einmal gab es einiges mit dem (super sympathischen) DHDL-Team abzuklären. Gefühlsmäßig klingelte täglich 20x das Telefon, mit der schon lieb gewonnenen Kölner Nummer. Auch Freitagabend um 20 Uhr blieb unser Handy nicht still. Für uns als Gründer eine normale Arbeitszeit, dennoch waren wir vom großen Engagement des gesamten DHDL-Teams beeindruckt. Wir telefonierten mit unzähligen Ansprechpartnern von Pitch-Trainerin über Unternehmensberater bis hin zu Bühnenbildnerin, die uns tatkräftig bei unseren Vorbereitungen unter die Arme griffen. Wir hatten die regelmäßigen Anrufe trotz der vielen Hektik liebgewonnen – sie steckten immer voller Aufregung!

Zum Abschluss stand sogar noch eine Videokonferenz mit der Produzentin selbst an, die gemeinsam mit uns am Pitch feilte und uns wertvolle letzte Tipps mit auf dem Weg gab.

Model für die Show gesucht

Da wir schon die ein oder andere Pitch-Erfahrung gesammelt hatten, fiel es uns relativ leicht, den ersten Pitch-Entwurf zu schreiben. Die Herausforderung lag allerdings darin, dass unser intueat-Geschäftsmodell nicht aus einem Produkt zum Anfassen bestand, sondern aus einem neuartigen Online-Programm zum intuitiven Essen. Unser erster Pitch-Entwurf war relativ öde und nicht wirklich „Primetime“ fernsehtauglich. Es gab kein spannendes Experiment mit den Löwen, keine Geschmacksexplosion beim Verköstigen und auch kein nützliches Haushaltsutensil, das man in der Sendung vorführen konnte. Wir mussten unsere Botschaft auf anderem Wege übertragen und entschieden uns deshalb, das Ganze durch eine kleine Schauspiel-Einlage aufzulockern. Wir suchten eine Dame aus unserer Zielgruppe, die den Programmablauf pantomimisch nachstellen sollte. Aber wie findet man spontan jemanden, der vor einem Millionenpublikum ein Abnehmprogramm vorspielen sollte?

Leider gar nicht so schnell wie wir dachten….

Die erste Kandidatin lehnte beim Stichwort Fernsehen dankend ab. Die zweite Kandidatin sagte erst zu, bevor sie am nächsten Tag doch wieder einen Rückzieher machte. Schlussendlich waren es nur noch 3 Tage vor dem Dreh und wir standen ohne Pitch da.

Erste Panik machte sich in uns beiden breit und wir kontaktierten noch einmal Gott und die Welt aus unserem Bekanntenkreis auf verzweifelter Suche nach einer passenden Begleitung in die Höhle der Löwen. Schlussendlich sprang Petra ein, die Ehefrau des (besten) Chefs der Düsseldorfer Gründerförderung DIWA. Wow! Wir waren überwältigt bei so viel Hilfsbereitschaft und schöpften neuen Mut für den Dreh.

Endspurt

Es blieben nur noch zwei Tage und wir hatten uns fest vorgenommen die zwei ersten DHDL-Staffeln komplett anzuschauen, um auf alle möglichen Fragen perfekt vorbereitet zu sein. Falsch gedacht! Relativ schnell wurde klar, dass unser Plan auch mit zwei kompletten Nachtschichten nicht mehr möglich war und so versuchten wir die wichtigsten und häufigsten Fragen zusammenzutragen, um zumindest diese ohne peinlichen Aussetzer beantworten zu können.

Für den selben Tag hatten wir auch noch fünf Probe-Löwen organisiert, die uns die unangenehmsten Fragen stellen sollten, die Ihnen einfallen würden. Mareike und ich standen also angespannt und mehr oder weniger schlecht vorbereitet in einem großen Konferenzraum und stellten uns den Herausforderungen unserer Sparrings-Partner. Diese nahmen ihren Job sehr ernst und löcherten uns mit den schwierigsten Fragen, die Ihnen einfielen.

Resultat: Der Schuss ging nach hinten los und es wurde fast schon peinlich für uns. Unser Schlafdefizit, kreisende Gedanken bei Bühnenbild etc. und natürlich die schlechte Vorbereitung auf herausfordernde Fragen machte sich deutlich bemerkbar und wir schauten das ein oder andere Mal ziemlich blöd aus der Wäsche. Wenn das so auch in der Höhle läuft, wird’s nicht gerade witzig, dachten wir uns.

Unsere Probe-Löwen klopften uns nach dieser Vorstellung verständnisvoll auf die Schulter, wünschten viel Glück und fragten, ob man denn noch helfen könnte… Zwei Tage vor dem Dreh war das ein eher bescheidenes Gefühl…

Der Tag davor

Der letzte Tag vor dem Dreh brach an und heute stand endlich Pitch-üben auf dem Plan. Unser studentisch kleines Wohnzimmer diente also als Löwenkäfig und mit der Selfie-Kamera des Handys zeichneten wir uns auf Video auf (darin waren wir ja mittlerweile Profis – siehe Teil 1). Um für die richtige Atmosphäre zu sorgen, klebten wir unter die Kamera ein ausgedrucktes Bild von allen fünf Löwen und legten los.

Mareike war während der Proben voll in ihrem Element (jahrelange Theater-AG Erfahrungen) und erstaunlich gut gelaunt. Auch ich wurde von Mal zu Mal selbstsicherer und schöpfte neuen Mut. Vielleicht war ein bisschen Improvisation ja gar nicht so schlecht für die Sendung?

Unser finales Video schickten wir anschließend an Freunde und Familie und baten um Feedback. Dank unglaublich positivem Feedback (wahrscheinlich auch ein bisschen aus Mitleid), war unser Selbstvertrauen wieder voll da und wir feilten nur noch einmal kurz an den letzten Feinheiten.

Dann war es soweit: Der Abend vor dem Dreh war gekommen. Die letzten Tage voller Nervosität, Aufregung und Schlafmangel machten sich deutlich zu spüren. Wir waren hundemüde und vollkommen erschöpft. Morgen früh um 11 Uhr mussten wir bereits in Köln im DHDL Studio stehen. Davor hieß es noch Auto mit Requisiten beladen, Outfits bügeln und ein letztes Mal die schwierigsten Fragen durchgehen.

Mit diesen Gedanken an den morgigen Tag gingen wir früh ins Bett und konnten auch einigermaßen gut einschlafen…

Nach sieben Stunden klingelte der Wecker und ich wusste sofort: Jetzt zählt’s!

Wie die beiden Gründer den Tag in der Höhle der Löwen Backstage erlebten und wie die Sendung schlussendlich ausgegangen ist, erfahrt ihr in Teil 3 von Marcs DHDL Erfahrungsbericht in einer Woche.

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