Es ist einer der Top-Vorsätze vieler Menschen: die heißgeliebten Süßigkeiten und die fettigen Pommes von der alltäglichen Ernährungsliste zu streichen und endlich konsequent gesund zu essen. „Dieses Mal wirklich!“ – Wer kennt es nicht? Doch warum fällt es uns so schwer, sich gesund zu ernähren und was ist eigentlich damit gemeint? Das erfährst Du in unserem heutigen Blogpost.    

Nur Grünzeug ist gesund?

Der Vorsatz ‚Gesund essen‘ wird von den meisten selten oder grundlegend falsch umgesetzt. Bei genauerer Betrachtung stellt man häufig fest, dass immer wieder dieselben Gründe dahinterstecken. Viele Menschen sind nämlich trotz ihres Vorhabens verunsichert, da sie nicht wirklich wissen, was gesunde Ernährung genau bedeutet. Zwar ahnen sie, dass Lasagne, Chips und Cola nicht gesund sein können und somit ungesund sind, aber der gesunde Gegensatz davon ist ihnen nur vage bekannt. Nach dieser Denkweise ist ‚Grünzeug‘ und alles, was sie bisher gemieden haben, die einzig richtige gesunde Ernährung. So verbinden sie gesundes Essen automatisch mit Dingen, die ihnen ‚nicht schmecken‘. Daraus folgt, dass sie entweder ihre alte Ernährungsweise beibehalten oder sie auf alles, was sie bisher gerne gegessen haben,verzichten.

gesund essen und gesunde Ernährung

Jeder Körper is(s)t individuell

Die einzig richtige Ernährung gibt es gar nicht. Jeder Körper ist nicht nur äußerlich unterschiedlich, sondern hat auch individuelle Bedürfnisse. Auch unter Geschwistern desselben Geschlechts und eines ähnlichen Alters kann es starke Differenzen geben. Neben der benötigen Nahrungsmenge ist auch der Bedarf an Nährstoffen anders geregelt. Auf dem ersten Blick kann man also kaum sagen, welche Lebensmittel für ein Individuum am besten zum Verzehr geeignet sind.

Freilebende Tiere hingegen, die nicht von Menschen gefüttert werden, schaffen es durch ihre Instinkte ganz von allein, sich gesund und für ihren Körper optimal zu ernähren. Eine Katze würde niemals zu Obst als Nahrung greifen, wenn sie Fleisch zur Verfügung hat. Obst ist in dem Fall von der Nährstoffzusammensetzung schädlich.

Auch wir Menschen haben eine Intuition, die angeboren ist und der wir in Sachen Ernährung vertrauen sollten. Das bedeutet auch, dass unser Körper nicht immer Lust auf fettige, süße, vermeintlich ungesunde Speisen hat, sondern auch auf etwas Frisches. Doch nicht jeder verträgt z.B. den in Obst enthaltenden Fruchtzucker und wundert sich nach einiger Zeit, warum es ihm oder ihr nach der Ernährungsumstellung schlechter geht als vorher. Statt auf die körpereigenen Signale zu hören, werden diese zugunsten der aufgestellten Essensregeln, wie z.B. nur Salat ist gesund, ignoriert. Gesundes Essen ist dann ein Trugschluss und kann genauso schädlich sein wie das vorherige Essverhalten. Im Zentrum sollten dementsprechend die direkten Erfahrungen und Empfindungen liegen und eben nicht Diätpläne, Verbote und Regeln.

Fragen für Deine persönliche gesunde Ernährung

Bevor Du damit anfängst, neue Rezepte auszuprobieren und experimentell auf Lebensmittel zu verzichten, solltest Du erst einmal damit anfangen, Deine jetzige Ernährung zu beobachten und zu hinterfragen. Dabei können Dir vor allem folgende Anhaltspunkte helfen:

  • Ist Dein allgemeines Wohlbefinden besser als vor der Mahlzeit?
  • Wie ist das Gefühl im Magen?
  • Wie lange bist Du gesättigt?
  • Hat sich Deine Stimmung verändert?
  • Hat Dir Das Essen Energie gegeben?
  • Bist Du konzentriert, wach und körperlich leistungsfähig?
  • Ist der Stuhlgang normal?
  • Hast Du mit Heißhunger zu kämpfen?

Diese Fragen lassen sich nicht sofort und allumfassend beantworten. Nimm Dir daher ein paar Wochen Zeit für diese Beobachtung und schreibe Dir die Antworten auch ruhig auf, um herauszufinden, was Dir gut und was Dir weniger gut bekommt.

Gesund essen und gesunde Ernährung

Gesund essen -Was zählt nun zur gesunden Ernährung?

Generell gilt, dass unverarbeitete Lebensmittel für den Körper gesünder sind. Ihnen fehlt es an Konservierungsstoffen und chemischen Zusätzen wie Geschmacksverstärkern, die Deine Intuition und Deinen Körper unnötig verwirren und belasten. Der Sinn dahinter ist sogar oftmals der, Dich von dem Produkt abhängig zu machen und Deine Lust nach mehr zu verstärken. Der Drang nach noch mehr Süßem und Fettigem ist dann nicht mehr ein ‚echtes‘ körperliches Signal.

Deshalb sollte man den Großteil seiner Nahrung so naturbelassen wie möglich gestalten. Dazu gehören Obst, Gemüse und natürliche Kohlenhydrate, die Dich lange sattmachen. Trotzdem bedeutet das nicht, dass Du nichts Anderes mehr essen darfst. Einige Lebensmittel bekommen Dir vielleicht nicht und der strikte Verzicht auf ungesundes Essen wird dazu führen, dass Du Die letzte Frage „Hast Du mit Heißhunger zu kämpfen?“ erst recht mit „Ja!“ beantworten wirst.

Ein starker Appetit auf Süßes kann ein Hinweis darauf sein, dass Du zu wenig Energie bei Deiner Hauptmahlzeit bekommen hast. Es kann aber auch einfach nur der Appetit auf diese eine spezielle Sache sein. Im ersten Fall solltest Du Dir Gedanken machen, wie du Deine Ernährung noch weiter optimieren kannst. Im zweiten Fall kannst Du Dir ruhig etwas gönnen. Wie so oft, macht es am Ende die Menge. Iss langsam und mit Bedacht. Nasche nicht während des Fernsehguckens oder wenn Du anderweitig abgelenkt bist, denn dann nimmst Du gar nicht wahr, wieviel Du bereits gegessen hast. Lerne zu genießen. Nicht nur das intuitive Essen haben viele Menschen verlernt, sondern auch der Genuss am Essen ist ihnen irgendwann einmal abhandengekommen. Gesund zu essen ist anfangs eine bewusste Entscheidung, aber mit Übung und Geduld wird daraus ein unentbehrlicher Teil Deines Lebens, wenn Du merkst, dass es Dir und Deinem Körper guttut.

Foto gesund essen am Tisch: g-stockstudio | Shutterstock.com; Foto Obst- und Gemüsekorb: monticello | Shutterstock.com

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