Dr, Annettes Erfahrung mit intueat. Achtsamkeit beim Abnehmen.

Dr. Annettes Blogpost: Echten Hunger erkennen

Den Hunger erkennen

Dr. Annette Weber (60 Jahre) berichtet über ihre Erfahrungen mit dem intuitivem Essen und über ihre Fortschritte rund um das Thema Hunger erkennen.

Ich bin nun in der 6. Woche angekommen, und das macht mich total stolz. Vieles ist mir mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen. Ich achte auf meinen Hunger und finde es richtig witzig, von meinem Magen angeknurrt zu werden, wenn ich das Hungergefühl missachtet habe. Ich kann auch durch ein Lebensmittelgeschäft gehen und weiß genau, worauf ich Appetit habe. Und immer besser kann ich Reste auf dem Teller lassen, die ich wegwerfe. Ich bin immer die letzte beim Essen. Das ist mir manchmal peinlich, aber ich mag mich auch nicht beeilen, nur weil die anderen das Essen in sich reinschlingen. Und immer aufmerksamer beobachte ich die Menschen beim Essen und registriere, was sie falsch oder richtig machen.

Dem Hunger die ganze Aufmerksamkeit widmen

Gestern war ich zum Beispiel in einer Raststätte essen, und alle, die um mich herumsaßen, hatten entweder ihr Laptop aufgeklappt, starrten auf ihr Handy oder telefonierten. Wahllos stopften sie nebenbei ihr Essen in sich hinein. Ich kam mir richtig seltsam vor mit meinem langsamen Kauen.

Den Geist- Hunger erkennen und bekämpfen

In der 6. Woche geht es um den Geist-Hunger, und der ist auch bei mir noch ziemlich oft präsent. Immerhin kann ich nun die verschiedenen Formen definieren, und das nimmt ihm den Zauber. Meine Gebrannte-Mandel-Attacke war zum Beispiel ein Stress-Essen nach einem Arztbesuch, dessen Praxis direkt neben dem Weihnachtsmarkt lag. Ich stopfte die Mandeln in mich hinein, immer drei auf einmal, ohne zu genießen und hörte erst auf, als die Tüte leer war. Dabei hatte ich eigentlich furchtbaren Durst. Immerhin verzieh ich mir ganz einfach diese Fressattacke und wusste, dass sie so schnell nicht wieder vorkommt.

Alternativen finden

Mein gemütlicher Rotwein-Schokolade-Abend dagegen ist eindeutig dieser Pawlow-Hunger, bei dem ich Ausruhen und Feierabend mit Fernsehen, Rotwein und Schokolade verbinde. Nun habe ich mir Wolle und Stricknadeln gekauft, und es tut meinen Händen gut, sie beim Fernsehen zu beschäftigen.

Das Tagebuch hilft mir sehr, mir alles bewusst zu machen, über die einzelnen Situationen nachzudenken und eine neue Lösung zu finden.