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Den Körper entgiften – ist das notwendig

Den Körper entgiften – ist das notwendig?

Viele Menschen nutzen das Frühjahr, um ihren Körper durch eine Fastenkur zu „resetten“. Kaum eine Frauenzeitschrift kommt im Frühling ohne die sogenannte Detox-Kur aus. Den Körper zu entgiften, lassen sich viele Leute etwas kosten. Es soll die giftigen Schlacke aus dem Körper verbannen und den Geist öffnen. Doch funktioniert das überhaupt und ist eine Entgiftung des Körpers wirklich sinnvoll? Ich habe mich hierzu schlau gemacht und möchte Euch davon berichten.

Den Körper entgiften – was heißt das?

Was gestern Fasten war, läuft heutzutage unter dem Modewort „Detox“. Vor dem Wort „Detox“ ist kaum eine Produktgruppe mehr sicher.

Badesalze, Cremes, Wasser, Säfte, Tees und Pflaster schmücken sich mit dem trendigen Label. Ein ganzer Zweig der Ernährungsindustrie lebt von diesem Begriff, und das gar nicht mal so schlecht.

Jeder von uns hat doch diesen einen Bekannten, der, motiviert von seinem schlechten Gewissen nach einem reichen und bewegungsarmen Winter, sich schon einmal ehrgeizig daran gewagt hat, seinen Körper zu entgiften. Detox (englisch „detoxification“), bedeutet auf deutsch „Entgiftung“. Diese erfolgt, indem der Körper durch Säfte und Tees darin unterstützt wird, Schadstoffe und Gifte auszuscheiden und sich selber zu reinigen. Nach einer Fastenkur soll man sich vital, frisch und voller Energie fühlen.

Doch die Meinung der Forschung ist gespalten. Im Grunde ist die Idee, die hinter Detox steckt, nicht die schlechteste. Wenn Menschen ihr Essverhalten wieder in Balance bringen möchten, ist dies grundsätzlich eine gute Idee. Doch gibt es keine wissenschaftliche Studie, die die Wirksamkeit von Detox beweist. Es wird sogar behauptet, dass es im Körper nichts zu entgiften gibt.

 

 


Wie kommt es zu diesen unterschiedlichen Meinungen?

Die Unstimmigkeiten in der Forschung beginnen schon bei dem Begriff „Schlacken“, einem zentralen Detox-Begriff. Auch wenn sich die Vorstellung von diesen Schadstoffen und Giften im Körper hartnäckig hält – es gibt sie nicht.

„In einem gesunden menschlichen Körper gibt es keine Ansammlung von Schlacken und Ablagerung von Stoffwechselprodukten“, betont die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Du musst Deinen Darm entsprechend weder entschlacken, noch entgiften.

Du musst Deinen Körper also nicht grundlos durch tagelangen Verzicht quälen, sondern kannst ganz intuitiv aus dem Körpergefühl heraus Deine Essenswahl treffen. Im Frühling drängt uns unser Körper ja fast schon von selbst den Vitamin D –Haushalt wieder aufzufüllen und ihn zu bewegen. Nimm den Schwung Deines Körpers auf und tue das, was Dir guttut.

Schadet eine Detox-Kur sogar?

Eine Fastenkur kann den Körper belasten, so wie jede Diät, bei der die Nahrungsaufnahme stark reduziert wird. Der Kreislauf gerät unter Stress und die Nährstoffversorgung ist gefährdet. Wie bei jeder Diät nimmt man auch hinterher oftmals wieder zu, als man währenddessen abgenommen hat. Man arbeitet gegen seine Körpersignale und ist nicht im Einklang mit sich selber.

Der Verzicht schärft sogar den Geschmackssinn. „Vor allem auf Süßes und Salziges reagiert man danach sensibler als vorher“.

Eine Heißhungerattacke ist nach einer Fastenkur fast schon vorprogrammiert. Wie wäre es also statt den Körper mit Verzicht zu quälen, auf seine Bedürfnisse einzugehen?

Meine 3 Tipps, um wieder in den Tritt zu kommen – ohne Fastenkur:

  1. Nimm Dir eine Viertelstunde Deines Alltags und gehe an die frische Luft. Sonntags Brötchen beim Bäcker holen? Warum nicht zu Fuß?
  2. Nutze den Frühling für saisonales Obst und Gemüse, wie Erdbeeren oder Spargel, um Farbe und Genuss auf Deinen Teller zu bringen.
  3. Eine Kalt-Warmdusche macht uns morgens wach und fit für den Frühling.
    Wenn Du eine Fastenkur ausprobieren möchtest, kannst Du das gerne tun. Sei dabei stets achtsam mit Dir und Deinem Körper und beobachte, ob es Dir wirklich guttut. Aber nötig ist eine Fastenkur für Dein Wohlbefinden nicht.

Liebe Grüße, deine Mareike Awe

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